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Abriebfestigkeit Abriebfestigkeit ist der Ausdruck für das Abfärben auf andere Textilien. Es wird zwischen trockener und fester Abriebfestigkeit unterschieden. Die nasse Abriebfestigkeit ist der Ausdruck für etwaiges Abfärben, wenn man sich z.B. mit feuchter Hose auf ein Möbelstück setzt.
Die Abfärbung wird beurteilt, indem der Abfärbkontrast mit einer Grauskala verglichen wird . Der Grad der Abfärbung wird mit 1-5 angegeben wobei 5 der beste Wert ist.
Abriebfestigkeit Möbelstoffe Bewertungsmaßstab eines Möbelstoffes hinsichtlich seines Verschleißverhaltens (Scheuerwert). Die Abriebfestigkeit wird definiert durch ihre Beständigkeit gegenüber dem Anscheuern eines Prüflings. Dekorationsstoffe, Möbelstoffkunde.
Ammoniak Farbloses, stechend riechendes, in Wasser gut lösliches Gas; Formel: NH3, Dichte 0,235 g/cm3. Ammoniak entsteht bei der Fäulnis pflanzlicher und tierischer Substanzen durch Zersetzung der Eiweißstoffe; natürlich kommt es auch in Form von Ammonsalzen vor. Die wässerige Lösung (Salmiakgeist) reagiert durch Anlagerung von Wasser und Bildung von NH4OH alkalisch. Ammoniak fällt als Nebenprodukt bei der Leuchtgas- und Koksfabrikation an (Ammoniakwasser). Weitaus größere Mengen werden durch Synthese aus den Elementen nach dem Haber-Bosch-Verfahren erhalten, bei dem aus der Luft gewonnener Stickstoff mit Wasserstoff unter erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur bei Anwesenheit von Katalysatoren reagiert. Ammoniak wird als Kühlmittel in Kältemaschinen zur Herstellung von Kunstdünger und (nach Verbrennung zu Stickoxiden) von Salpetersäure und zur Sodaherstellung verwendet, in verflüssigter Form in Stahlflaschen im Handel.
antimikrobiell Gegen Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, Ricksettien, Viren) gerichtet.
Atlas/Satin Atlas und Satin sind Gewebe mit glatter, glänzender Oberseite und stumpfer Unterseite, erzeugt durch die Webtechnik. Beim Schussatlas wird die Oberseite von den Schussfäden gebildet, beim Kettatlas durch die Kettfäden. Das Material ist vielseitig verwendbar und besitzt sehr gute Dekorationseigenschaften.
Ausbrenner Ausbrenner bestehen aus zwei unterschiedlichen Materialarten. Für das Grundgewebe wird vollsynthetisches Material verwandt. Für das Muster können z.B. folgende meist zellulosische Fasern eingesetzt werden: Viskose, Baumwolle, Leinen, Seide oder deren Mischungen. In einem aufwendigen Produktionsverfahren wird das Muster durch Wegätzen (Ausbrennen) von Teilen des Mustergarns hergestellt. Dadurch entsteht ein reizvolles Bild von transparenten und dichten Flächenanteilen.
Ausrüstung Gebrauchseignung und Wert eines textilen Fertigerzeugnisses werden ganz wesentlich durch die Veredlungsmaßnahmen bestimmt. Zu den vielfältigen Ausrüstungsarten der Textilveredlung zählen u.a.: Appretieren, Bleichen, Dekatieren, Drucken, Färben, Kalandern, Prägen, Rauen, Scheren, Schmirgeln, Walken sowie die verschiedenen Sonderbehandlungen, wie z.B. antibakterielle, antimikrobielle, antimykotische, Antipilling- und antistatische Ausrüstung, Beschichtungen, Flammfest-, Fleckenschutz- und hydrophobe Ausrüstung, Imprägnieren, Krumpfechtausrüstung, Mottenechtausrüstung etc.
Batist Batist ist ein sehr feinfädiges, dichtes, gewebtes Material (Fachbegriff: Leinwandbindung), bestehend aus Fasergarnen in Kette und Schuss.
Bedruckte Stoffe Je nach Stoffart ist das fadengerade Bedrucken und Ausrüsten nicht möglich, dadurch auch nicht das fadengerade Verarbeiten. Beim Schablonendruck entstehen durch die handwerkliche Fertigung Unregelmäßigkeiten im Rapport und Farbauftrag; sie sind charakteristisch für den Schablonendruck. Gold- und Silberdrucke können bei der Reinigung Farbpigmente verlieren.
Beschichtete Verdunklungsstoffe Trägergewebe mit Rückenbeschichtung in vielfältiger Ausführung und variierenden Materialarten.
Brandtests Es gibt verschiedene Vorschriften für die Flammsicherheit von Möbel- und Gardinenstoffen. Die einzelnen Länder haben Normen für die zu erfüllenden Anforderungen.
IN DER REGEL handelt es sich um gesetzliche Vorschriften, sondern um allgemeinere Normen.
Außerdem gibt es Unterschiede je nach Anwendung für private Zwecke oder im Objektbereich. Im nachstehenden Abschnitt sind die wichtigsten allgemeinen Vorschriften wiedergegeben.
Daneben kann es jedoch Sonderberichte mit anderen Vorschriften geben. Außerdem müssen die örtlichen Brandschutzbehörden in der Regel die benutzten Textilien genehmigen.
Daher sind die Angaben als unverbindliche Richtlinien zu betrachten.
Bügelechtheit Widerstandsfähigkeit von Färbungen und Drucken auf Textilien aller Art und in allen Verarbeitungsstufen gegen Bügeln, Bügelpressen und die Behandlung auf beheizten Trockenzylindern.
Chenille Chenille ist ein Gewebe, bei dem für den Schuss ein raupenähnlicher, samtartiger Faden verwandt wird. Es ist besonders dekorationsfähig, hat einen weichfließenden Faltenfall und eignet sich gut für Bodendekorationen.
Crash Vollsynthetisches Material, bei dem durch Stauchen/Prägen und thermisches Fixieren und den dabei entstehenden Gewebeunregelmäßigkeiten oder durch chemische Behandlung ein gewollter Knittereffekt entsteht.
Cretonne Cretonne (Nessel) ist ein glattes, mäßig dichtes Gewebe aus feinen Baumwollgarnen in Leinwandbindung.
Damast Jacquardgewebe mit wechselseitigem Kett- und Schussatlas, auf Jacquardmaschinen hergestellt. Damast (von Damaskus) weist einen gleichmäßigen Wechsel von Kett- und Schussatlas auf, wodurch die typischen Lichtreflexe bzw. die Hervorhebung der Muster erzielt werden.
Dessin Gewebtes, gedrucktes oder geprägtes Muster mit seinen Farbflächen, Umrissen und Konturen, den Farbabstufungen und Überläufen.
Drapilux air Die intelligenten drapilux air-Stoffe, ausgerüstet mit dem „Triple Fresh“-Katalysator, können auf katalytischem Wege Schadstoffe abbauen und üble Gerüche deutlich reduzieren.
Drapilux bioaktiv drapilux bioaktiv-Stoffe besitzen eine antibakterielle Wirksamkeit in zertifizierter Trevira-CS-Qualität. Das exponentielle Wachstum der häufigsten Infektionserreger im Krankenhaus (Klebsiella pneumoniae, Staphylococcus aureus) wird verhindert – und setzt so vor allem für den Healthcarebereich neue Maßstäbe für die Raumhygiene.
Drapilux flammstop drapilux flammstop-Dekorationsstoffe sind durch Modifikation der Polyesterfaser permanent schwerentflammbar und zeichnen sich durch sehr geringe Rauchgasentwicklung im Brandfall aus.
dtex Abkürzung von Decitex: Maßeinheit der Garnsortierung, Gewicht in Gramm für 10.000 m Faser oder Faden.
Effektgarne bzw. Effektzwirne Fäden mit beabsichtigten Unregelmäßigkeiten und Einlagerungen (Effekten) z.B. Noppengarne, Flammengarne, Perlzwirne, Knotenzwirne, Frotteezwirne (nicht verwechseln mit Frottier).
Farbechtheit Widerstandsfähigkeit von Färbungen und Drucken gegen verschiedenartige Einwirkungen, denen sie bei der Produktion (Ausrüstung) und im Gebrauch der Textilien üblicherweise ausgesetzt sind. Für die Prüfung gelten bestimmte Richtlinien (DIN oder ISO-Norm). Es gibt 5 Echtheitsgrade, wobei die Note 5 die beste und die Note 1 die schlechteste ist. Eine absolute Farbechtheit für jede Beanspruchung und Verwendung gibt es nicht. Die Farbechtheit wird vielmehr auf den jeweiligen Verwendungszweck abgestimmt. Demzufolge zeigen die Färbungen (Drucke) ein recht differenziertes Verhalten gegen Sonnenlicht, Heißwäsche, Meerwasser usw. Der Verwendungszweck (Anforderungen) ist dem Färber bzw. Drucker bekannt zu geben.
Faux-Uni Ware mit dem Aussehen von Uniware, obwohl sie gemustert ist. Verwendet werden kleine Dessins, z. B. Minikaro.
flammhemmende Stoffe Flammhemmende Garne und Stoffe aus den Polyesterfasern Trevira CS (C = Comfort, S = Sicherheit) gewährleisten wirkungsvollen Schutz gegen Brand. Sie sind dauerhaft flammhemmend, da das Flammschutzmittel bereits in das Molekül fest eingebaut ist. Generell sind Stoffe aus flammhemmenden Polyesterfasern besonders haltbar, pflegeleicht, hautfreundlich und bügelfrei. Bei Möbelstoffen werden besonders die gute Scheuerfestigkeit sowie die Lichtechtheit positiv bewertet.
Fleckenentfernung Bei eingetrockneten Flecken wird loses Material zunächst mit der Bürste entfernt. Danach ist der Fleck staubzusaugen und danach mit einem neutralen Reinigungsmittel – eventuell Seifenlauge – zu reinigen. Es ist wichtig, mit reinem Wasser nachzubehandeln.
Der Fleckenentferner ist mit einem sauberen, feuchten und saugfähigem Lappen „in den Stoff einzuarbeiten“.
A.
Den Fleck mit einem handelsüblichen „oxidativen“ Bleichmittel behandeln. ***
B.
Frische Flecken: Mit einem alkalischen (basischen) Reinigungsmittel (Kristallseife oder Spülmittel + Soda) behandeln. Achten Sie auf die empfohlene Reaktionszeit. Vorsichtig abtrocknen.
C.
Mit einem Lösemittel (Waschbenzin, Xylol, Aceton oder einem anderen geeigneten Lösemittel behandeln) und dabei gleichzeitig mechanisch bearbeiten (abkratzen, mit leichter Hand klopfen oder staubsaugen, wenn der Fleck völlig trocken ist.)
D.
Behandlung mit einem Farbfixiermittel.
Eventuell mit einem „oxidativen“ Bleichmittel nachbehandeln. ***
E.
Frische Flecken: Mit einer schwachen Lösung organischer Säure (Haushaltsessig) behandeln. Sofort nachspülen. *
F.
Behandlung mit einem normalen Rostentferner oder säurehaltigem Fleckenentferner (Rostfleckenentferner oder Oxalsäure** (gelöst im abgekühltem gekochtem Wasser)).
Sofort nachspülen. *
G.
Flecken, die „abgeschnitten“, verbrannt oder geschmolzen sind. Dazu nehmen Sie ein Stück Stoff derselben Größe. Falls Sie keine Reste besitzen, nehmen Sie ein Stück von dem Teil des Materials, der am wenigsten sichtbar ist und setzen es mit Doppelklebeband von der Rückseite her auf.
*) Nachbehandlung
Wir empfehlen, dass Sie nach jeder Reinigung Spray-Extraktion anwenden, um eventuelle Ränder/Reste zu entfernen.
**) Nicht für Stoffe mit Baumwollanteil
***) „Oxidatives“ Bleichmittel
Damit ist eine schwache Wasserstoffperoxidlösung gemeint.
Allgemeines
Diese Ratschläge sind nur Empfehlungen und garantieren nicht, dass die Flecken 100 % verschwinden.
Wir empfehlen, sich in allen Fällen an eine professionelle Reinigungsanstalt zu wenden.
Flotte Behandlungsflüssigkeit in der Veredlung und Wäscherei.
Foulard [Färbereimaschine] Färbereimaschine zum Abquetschen, Waschen, Färben, Imprägnieren etc. bei der Nassbehandlung von Geweben und Maschenware. Die Ware durchläuft einen Trog, in dem sich die Flotte befindet. Hiernach wird die Ware faltenfrei durch zwei oder mehrere Walzenpaare geleitet, die den Flottenüberschuss abquetschen und die Ware weitertransportieren.
Geruchs- und Geschmacksstoffe Substanzen, die auf den Nährwert der Nahrungsmittel keinen direkten Einfluss haben, aber für ihre Verwertung im Organismus von Bedeutung sind. Sie fördern den Appetit und die Bildung der Verdauungssäfte. Geruchs- und Geschmacksstoffe sind natürliche Bestandteile in Lebensmitteln, werden in Form von Gewürzen und Küchenkräutern zugesetzt oder entstehen bei der Zubereitung, z. B. beim Backen, Braten, Kochen oder durch enzymatische, häufig auf die Tätigkeit von Mikroorganismen zurückgehende Einflüsse. Chemisch gehören sie den verschiedensten Klassen wie Säuren, Salzen, Zuckerarten, ätherischen Ölen u. a. an. Im Gegensatz zu den Geruchsstoffen sind die Geschmacksstoffe nicht oder nur wenig flüchtig. Wichtige Geschmacksstoffe sind Kochsalz, Essig und Zucker.
Gewebe Textiles Flächengebilde, das durch das rechtwinklige Verkreuzen von mindestens zwei Fadensystemen gebildet wird.
Inbetween Warenkundliche Bezeichnung für transparente Strukturgardinen.
ISO International Standardization Organisation; diese Organisation umfasst die nationalen Normenorganisationen von 87 Ländern. Z.B. ISO 9000 ist ein Konzept zur umfassenden Steuerung und Lenkung von qualitätssichernden Aktivitäten.
Jacquard Sammelbegriff für Stoffe mit gewebten Bildmustern, hergestellt mit einer Spezialmaschine, die vielfältige Arten der Musterung ermöglicht, auch mit großem Rapport. Jacquard-Stoff kann einfarbig und in sich gemustert sein. Beim Einsatz farbiger Garne entstehen mehrfarbige Dessins. Das Gewebe besitzt gute Formstabilität, ist gebrauchstüchtig und vielseitig einsetzbar.
Jigger Färbemaschine für Breitware. Das zu färbende Gewebe wird auf einer Walze aufgewickelt (bis zu 3800 m), läuft durch ein Färbebad und wird danach von einer zweiten Walze abgezogen. Nach Umstellen der Maschine wiederholt sich dieser Vorgang, bis das Färben der Ware abgeschlossen ist. Die einzelnen Passagen werden auch als »Enden« bezeichnet, die Zahl der Passagen ist je nach Verfahren und Gewebeart unterschiedlich, in der Regel sind es 4 bis 6 Durchgänge.
Kalander In der Appretur eine der am häufigsten eingesetzten Maschinen. Die Ware wird über mehrere beheizte Zylinderwalzen geführt und mit entsprechendem Zylinderdruck und bei festgelegter Temperatur behandelt. Durch Änderungen von Druck, Temperatur und Walzengeschwindigkeit lassen sich viele Wareneffekte erzielen. Durch die Kalanderbehandlung erhalten die Gewebe einen weicheren Griff, ein geschlossenes Aussehen, größere Dichte und Glätte und, wo gewünscht, einen edlen Glanz (z.B. Chintz). Gaufré.
Keime Keime ist ein Sammelbegriff aus den Anfängen der Hygiene.
Man meint damit vermehrungsfähige Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze, Algen usw. Bakterien werden im Sprachgebrauch auch Keime genannt.
(verkeimtes Wasser)
Kettdruck Kettfäden, die noch nicht verwebt sind, werden bedruckt. Nach dem Webvorgang können sehr schöne, weiche Farbtöne erzielt werden, weil das Druckbild durch den später eingetragenen Schussfaden verwaschen wird. Einsatz: u.a. im Dekorationsstoffbereich.
Kette (Gewebe) Die Längsfäden im Gewebe.
Köper Durch die Art des Webens entsteht eine diagonale Streifenwirkung. Es gibt unterschiedliche Konstruktionsarten des Köpers. Beim Kettköper befinden sich auf der Warenoberseite mehr Kett- als Schussfäden, beim Schussköper sind mehr Schuss- als Kettfäden auf der Oberseite. Die Dekorationseigenschaften sind vom Material und von der Ausrüstung abhängig.
Krankheitserreger Krank machende (pathogene) Lebewesen, die durch ihr Eindringen in den Körper (Infektion), ihr Verhalten im Körper (Vermehrung, Stoffwechsel u. a.) sowie durch die hierauf gerichteten Reaktionen des befallenen Organismus spezifische Krankheiten, die Infektionskrankheiten, hervorrufen. Zu den Krankheitserregern gehören zahlreiche Mikroorganismen, z. B. verschiedene Bakterien, Pilze, Viren und tierische Parasiten (z. B. Würmer, Protozoen).
Leinwandbindung Die Leinwandbindung ist die einfachste, engste und festeste Gewebebindung. Bei ihr liegt jeder Kett- und Schussfaden abwechselnd über und unter dem folgenden Faden.
Lichtechtheit Widerstandsfähigkeit von Färbungen und Drucken gegenüber der Einwirkung von Tageslicht ohne Einfluss des Wetters oder künstlichem Licht. Es ist technisch nicht möglich, alle Faserstoffe mit den lichtechtesten Farbstoffen zu färben oder zu bedrucken.
Luftschadstoff Ein Luftschadstoff ist eine Luftverunreinigung die eine schädliche Umwelteinwirkung verursachen kann. Die Herkunft eines Luftschadstoffes kann sowohl natürlich (z.B. Schwefeldioxid, SO2, aus Vulkanen) oder anthropogen (vom Menschen verursacht) bedingt sein.
Melange Melange ist ein aus verschiedenfarbigen Fasern gesponnenes Garn. Trotz unterschiedlicher Farben haben sie ein einfarbiges, leicht verwaschen wirkendes Aussehen.
Mischfaser Als Mischgewebe bezeichnet man Gewebekompositionen aus Naturfasern oder Naturfaser und Chemiefaser bzw. verschiedener Kunstfasern. Die so entstehenden Garnmischungen vereinen in sich meist die Vorteile der verschiedenen Ausgangsmaterialien: So bietet z.B. die Kombination aus Baumwolle und Polyester im Tragekomfort Vorzüge der Naturfaser, ergänzt durch die Pflegevorteile der Kunstfaser. Sehr beliebt ist auch die Mischung mit Elastikfasern.
Moiré Moiré ist ein wellenförmiges, wasserlinienartiges, mattschimmerndes Muster. Das Grundmaterial ist ein Taft- oder Ripsgewebe. Die verwendeten Garne können aus Viskose-Fasern bestehen. Echter Moiré entsteht durch Anfeuchten des Gewebes und Übereinanderlegen von zwei Stoffbahnen, die mit Walzen gegeneinander gepresst werden. Die dann entstehenden Formen der Linien können nicht beeinflusst werden. Beim unechten Moiré wird das Muster mit heißen Walzen eingeprägt.
Musselin Feinfädiger, leichter, gewebter Stoff (Leinwandbindung), hergestellt aus lose gedrehten Garnen, daher weich im Griff.
Panamabindung Beim Panamagewebe liegen mindestens zwei Kett- und zwei Schussfäden nebeneinander; abwechselnd über und unter den folgenden Fäden. Dadurch entsteht ein Würfelmuster. Die Dekorations-Eigenschaften sind abhängig von der Materialart.
Pflegehinweise für Trevira CS Textilien aus Trevira CS sind sehr leicht zu reinigen, da sie sehr schnell trocknen und ihre Form halten. Daher ist das Bügeln nicht notwendig. Die permanente Flammsicherung ist der Molekular-Struktur des Stoffes verankert und bleibt daher auch nach Waschen und Reinigen erhalten.
Sowohl Möbel- als auch Gardinenstoffe aus Trevira CS vertragen Maschinenwäsche, oft lassen sich jedoch Flecken mit einem feuchten Lappen entfernen, bevor sie in die Fasern eindringen
Pilling Unter Pilling versteht man das Entstehen kleiner Faserkügelchen. Auch dieser Test wird auf einem Martindale-Gerät durchgeführt.
Der Stoff wird gegen dasselbe Standart-Scheuermittel wie beim Verschleißtest gerieben, jedoch ohne Gewichtsbelastung. Man vergleicht danach das Aussehen der Ware mit Standartfotos, die mit der Note 5 (am besten) gekennzeichnet sind.
Polyacryl Synthetische Chemiefaser. Eigenschaften: starke Bauschfähigkeit mit wollähnlichem Griff, hohes Wärmerückhaltevermögen, kurze Trocknungszeit, thermofixierbar, Hitzeempfindlichkeit. Vorsicht: max. mit einem Punkt bügeln! Leichtes Anschmutzen, neigt zu statischer Aufladung. Bei 65% Luftfeuchtigkeit nimmt Polyester 1-1,5% Feuchtigkeit auf, ohne sich nass anzufühlen.
Polyamid Synthetische Chemiefaser. Eigenschaften: hohe Scheuer- und Zugfestigkeit, kurze Trocknungszeit, knitterarm, geringes Wärmerückhaltevermögen, leichtes Anschmutzen, neigt zu statischer Aufladung. Bei 65% Luftfeuchtigkeit nimmt Polyamid 3,5-4,5% Feuchtigkeit auf, ohne sich nass anzufühlen.
Polyester Synthetische Chemiefaser. Eigenschaften: hohe Scheuer- und Zugfestigkeit, kurze Trocknungszeit, hohe Formstabilität, thermofixierbar, leichtes Anschmutzen, neigt zu statischer Aufladung, Pillneigung. Bei 65% Luftfeuchtigkeit nimmt Polyester 0,4-0,7% Feuchtigkeit auf, ohne sich nass anzufühlen.
Rapport Wiederkehr eines Motivs im Muster. Das Abstandsmaß wird üblicherweise in cm angegeben.
Rips Rips ist erkennbar an dem rippenartigen Gewebebild. Es gibt Quer- und Längsrips. Beim Querrips verlaufen die Rippen quer, also in Schussrichtung (man spricht vom Kettrips). Beim Längsrips liegen die Rippen längs, also in Kettrichtung (man spricht vom Schussrips).
Schablonendruck Bei diesem Verfahren wird mit einem Sieb als Schablone gearbeitet. Die bildfreien Stellen eines Siebes sind abgedeckt. Die Farbe wird durch die nicht abgedeckten Stellen auf das Gewebe übertragen. Großrapportige Muster sind möglich.
Schaftgewebe Kleingemusterte Gewebe mit Rapporten. Im Gegensatz zu den figurierten Geweben handelt es sich bei den Mustern vorwiegend um kleine Punkte, Rauten, Karos, Streifen oder florale Motive. Das Material besitzt gute Formstabilität, ist gebrauchstüchtig und vielseitig einsetzbar.
Scherli Scherli ist die Bezeichnung für eine aufwendige und spezielle Art der Gardinenmusterung. Durch zusätzliches Einweben von Fäden in ein Grundgewebe wird das Muster gebildet. Die verbindenden Fäden zwischen den einzelnen Mustern werden von Hand oder von der Maschine abgeschnitten bzw. geschert (Scherli).
Scheuerfestigkeit Die am häufigsten angewandte Methode zur Bestimmung der Scheuerfestigkeit ist die Martindale-Methode, da sie erfahrungsgemäß der Wirklichkeit am nächsten kommt.
Das Prinzip ist, dass ein Muster der zu testenden Ware mit einer vorgegebenen Gewichtsbelastung gegen einen wollenen Standartstoff gerieben wird. Die Maschine läuft mit einem Intervall von 5.000 Bewegungen und arbeitet, bis zwei Fäden verschlissen sind. Die Schleißzahl ist einer der Faktoren für die Gebrauchseigenschaften.
Das Bekleidungs- und Textilinstitut hat ein Klassifikationsschema ausgearbeitet, das die Mindest-Scheuerfestigkeit für verschiedene Anwendungsbereiche angibt.
schwerentflammbar Eine flammhemmende Ausrüstung, die also die Brennbarkeit von Textilien reduziert, ist nicht immer dauerhaft. Flammenhemmende Fasern dagegen fallen unter die Kategorie schwer entflammbar. Vor allem im Objektbereich eingesetzte Stoffe sollten schwerentflammbar sein. Diese Anforderung erfüllen Chemiefasern, deren flammhemmende Modifizierung im Faserrohstoff eingelagert ist (z.B. Trevira CS, Modacryl oder auch Glasfasern). Aus diesen Garnen gefertigte Textilien schmelzen langsam, ohne eigene Brandquelle erlischt der Brand. Chemiefasern können auch durch nachträgliche Ausrüstung schwerentflammbar gemacht werden, was jedoch nicht dauerhaft wirksam ist.
Schwerentflammbare Gardinen- und Dekorationsstoffe aus Trevira CS Trevira CS Fasern gehören zur Gruppe der Polyersterfasern, wobei bei dieser Sicherheitsfaser zusätzlich durch den Einbau eines geringen Anteils einer phosphororganischen Komponente die permanente Schwerentflammbarkeit nach DIN 4102, B1 und weiterer europäischer Normen erzielt wird. Textilien aus dieser Faser zeigen alle typischen Eigenschaften der Polyesterfaser und bieten Industrie und Verbrauchern zahlreiche Vorteile.
Schwerentflammbare Textilien konnten ursprünglich nur über die chemische Ausrüstung hergestellt werden, wobei diese in vielen Fällen Probleme mit sich bringt. Diese sind unter anderem die Umweltbeeinflussung und die Haltbarkeit der Ausrüstung nach einigen Reinigungsvorgängen. Alle diese Probleme können durch den Einsatz einer permanent modifizierten Faser vermieden werden.
Textilien aus Trevira CS erfüllen dadurch nicht nur die Brenn-Normen, sondern auch die anderen für Heimtextilien wichtigen Normen, wie Lichtechtheit, Scheuerfestigkeit und Pflegemöglichkeiten.
Taft Glattes, leinwandbindiges Gewebe aus Seide oder Chemiefäden.
Transferdruck Bei diesem trockenen Umdruckverfahren wird das Muster zuerst auf Papier gedruckt und dann die Farbe über eine Trommel durch Hitzeeinwirkung auf den Stoff übertragen. Diese Druckart ermöglicht sehr feine Farbabstufungen und das Zeichen scharfer Konturen. Bei feinfädiger Ware ist der Farbauftrag kaum zu spüren, er beeinflusst nicht die Dekorationsfähigkeit.
Trevira ® bioactive Diese multifunktionale Faser mit bioaktiven Eigenschaften wird eingesetzt für Bekleidung und Betttextilien. Im Unterschied zu nachträglich behandelten Produkten werden die antibakterielle Wirkung sowie die besonderen hygienischen Eigenschaften nicht durch Zusätze oder Nachbehandlungen erreicht, sondern sind integrierter Bestandteil der Fasern. Die Faser behält ihre Wirkung daher dauerhaft, unabhängig von der Beanspruchung des Materials. Die weltweit geschützte Faserentwicklung Trevira bioactive wirkt gegen alle gängigen Bakterienformen und -typen. Die Wirkung wurde in zahlreichen Testuntersuchungen, auch durch das Forschungsinstitut Hohenstein überprüft und bestätigt. Die Öko-Tex Auszeichnung steht für die humanökologische Unbedenklichkeit der Faser. Öko-Tex Standard 100
Die neue Faser läßt sich mit verschiedensten Textilmaterialien und Naturstoffen kombinieren und in einer Vielzahl von Bereichen einsetzen. Die antibakterielle Wirkung ergänzt dabei die bekannten Funktionalitäten der verschiedenen Trevira Fasern um eine weitere bedeutende Eigenschaft.
Die Vergabe der Trevira Marke mit dem Zusatzlabel bioactive für Textilien aus diesen Fasern wird durch Markenverträge und entsprechende Qualitätsprüfungen sichergestellt. Trevira bioactive gibt es zunächst als Antipill-Faser, als Standardfaser für Baumwollmischgewebe sowie als Füllfaser. Weitere Einsatzgebiete werden folgen.
Uni Einfarbiges Gewebe, das meist stückgefärbt, selten garn- oder flockefarbig ist; nicht gleichbedeutend mit ungemustert, da Uni-Gewebe durch die Bindung gemustert sein können.
Velours = Samt/Velvet Velours ist der Fachbegriff für Florgewebe. Als Samt wird das Gewebe mit einer Florhöhe bis 2 mm bezeichnet, Velvet hat eine Florhöhe von 2 bis 4 mm. Velours-Dekorationsstoffe werden überwiegend aus Baumwolle hergestellt. Nach den fachlichen Regeln wird bei Dekorationen und Schabracken der Velours so verarbeitet, dass der Flor in Kettrichtung (Strichrichtung) von oben nach unten läuft. Das Verarbeiten in anderen Florrichtungen ist möglich. Bei Dekorationen aus Velours ist das Abfüttern erforderlich. Dadurch werden Lichtpunkte abgedeckt und Florausfall vermieden. Velours lässt sich aufgrund seines weichen Falls besonders gut dekorieren.
Veredlung (Garnfärbung) Bei dieser Art des Färbens wird das Garn vor dem Weben gefärbt. Durch verwenden von Garnen in unterschiedlichen Farben entsteht ein mehrfarbiger Stoff. Je nach Webtechnik lassen sich mit den unterschiedlich farbigen Garnen grafische oder florale Muster herstellen.
Veredlung (Stückfärbung) Der fertig gewebte Stoff wird gefärbt.
Voile Feinfädiges Gewebe (Leinwandbindung) aus hochgedrehten Polyester-Endlosgarnen oder Baumwolle. Vielseitig einsetzbar, gute Dekorationsfähigkeit, weichfließender Faltenfall.
Walzendruck Jede einzelne Farbe wird mit einer Walze gleichmäßig auf den Stoff übertragen. Es können bis zu 16 Walzen eingesetzt werden, daher große Farben- und Mustervielfalt.
Warentypische Eigenschaft Eine warentypische Eigenschaft ist kein Mangel, sondern eine unbeeinflussbare Eigenschaft, die produktions- oder materialbedingt ist und aufgrund der Herstellungstechnik, Warenkonstruktion und Materialzusammensetzung entsteht.
Weben Weben ist die meist verbreitetste Art der Herstellung von Textilien. Weben bezeichnet das rechtwinklige Verkreuzen von mindestens zwei Fadensystemen. Verlaufen die Fadensysteme in einem Winkel ungleich 90°, also diagonal, spricht man von Flechten. Das Produkt beim Weben ist das Gewebe.
Wirkwaren Beim Wirken werden über die Warenbreite verteilt Schleifen gebildet und daraus eine Anzahl von Maschen gleichzeitig hergestellt. Die Flachwirkerei dient zur Herstellung von Breitwirkwaren, die Rundwirkerei von Schlauchwirkwaren. Man unterscheidet nach der Art der Fadenverschlingung folgende Wirkwaren: Kulierwaren, ein Faden stellt alle Maschen in einer Reihe her; Kettenware, eine Vielzahl von Fäden (Kette) arbeitet nebeneinander, wobei ein Faden höchstens 2 nebeneinander liegende Maschen bildet. Strickwaren werden, im Gegensatz zu den Wirkwaren, mit beweglichen Nadeln hergestellt. In der Regel sind sie gröber als Wirkwaren.